Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG)

Carl-von-Ossietzky-Straße 186, 09127 Chemnitz
 
Stand / Druckdatum: 06.12.2016

Chemnitzer Modell | Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG)

 

 
 
 
 
 
 

Kontakt

Mobilitätszentrum
Sie erreichen uns:
Zentralhaltestelle,
Chemnitz-Plaza,
Rathausstraße 7

Wir haben für Sie
geöffnet:

Montag – Freitag
07:00 – 19:00 Uhr
Samstag
08:30 – 17:00 Uhr


Unsere Servicemitarbeiterinnen und Servicemitarbeiter nehmen Ihre Anfragen gern auch
telefonisch unter
+49 (0)371 2370-333
entgegen.


 
 
 
 

Das Chemnitzer Modell

Eine Entscheidung, die über 50 Jahre alt ist und im besten Wortsinn Weichen gestellt hat. Im Jahr 2010 beging Chemnitz mit seinem Nahverkehr drei denkwürdige Jubiläen. Im Jahre 1880 nahm die erste Pferdebahnstrecke in Chemnitz den Verkehr auf, im Jahr 1990 wurde die Chemnitzer Verkehrs-AG gegründet. Weitreichende Folgen hatte aber auch ein Jubiläum, das nicht auf den ersten Blick spektakulär erscheint.
 
 
 
CityBahn am Hauptbahnhof
 
 
Hauptbahnhof (Quelle: GRÜNTUCH ERNST PLANUNGSGESELLSCHAFT)
 
 
 
 

Im Jahre 1960 nahm die erste Regelspurstraßenbahnstrecke (Spurweite 1435 mm) in Chemnitz den Betrieb auf. Jahre zuvor hatte der Stadtrat den Beschluss gefasst, das bis dahin schmalspurige Straßenbahnnetz schrittweise in ein regelspuriges Netz umzuwandeln.
 

Ob sich die Chemnitzer Stadträte der Tragweite dieser damaligen Entscheidung bewusst waren, ist nicht überliefert. Sicher ist aber, dass mit diesem Beschluss der Grundstein für die Entwicklung des sogenannten Chemnitzer Modells, also der umsteigefreien und weitestgehend niederflurigen Verknüpfung von Stadt und Umland mittels Schienenverbindung, gelegt worden ist.
 

Stadt und Region umsteigefrei zu verbinden ist die Vision der beteiligten Partner. Das sind neben den im Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen zusammengeschlossenen Gebietskörperschaften insbesondere die VMS GmbH als Projektträger aber auch neben weiteren Verkehrsunternehmen die Chemnitzer Verkehrs-AG, die im Rahmen des Gesamtprojektes eine aktive Rolle bei der Entwicklung dieser neuen Systemlösung einnimmt. Die City-Bahn Chemnitz GmbH, eine Tochter der Chemnitzer Verkehrs-AG und des Regionalverkehrs Erzgebirge GmbH (RVE), betreibt derzeit die Linien des Chemnitzer Modells.
 


Vorteile bringt die Verkehrslösung für die Stadt und die Region

Stadt und Region wachsen damit enger zusammen und aus dem Oberzentrum Chemnitz und seiner reizvollen Umgebung wird ein Lebensraum, der durch verbesserte Verkehrsanbindungen die unterschiedlichen Lebensqualitäten von Stadt und Land vereint. Letztlich wird die historisch gewachsene Verwurzelung der Stadt Chemnitz mit ihrer Region damit neu belebt. In der Region leben und unkompliziert in die Stadt zum Arbeiten und Einkaufen pendeln – oder in der Stadt leben und auf einfachem Wege die Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten der Region erreichen, das sind Vorteile, die durch das Chemnitzer Modell in einzigartiger Weise zum Tragen kommen werden.

Dass das Chemnitzer Modell ein vielversprechender Ansatz ist, Stadt und Region neu zu beleben, beweisen erfolgreiche Vorbilder. In Karlsruhe begann man schon in den 1970er Jahren, Umland und Innenstadt mit einem Verkehrsmittel zu verknüpfen. Andere Städte, wie Saarbrücken oder Kassel, haben sich an diesem Beispiel orientiert. Die Erfahrungen zeigen, dass der Aufbau einer Stadt-Umland-Bahn für kleinere Großstädte wesentlich preiswerter, einfacher und effektiver umzusetzen ist, als der Aufbau einer S-Bahn. Die ersten Überlegungen zum Aufbau des Chemnitzer Modells gehen in unserer Stadt bereits auf das Jahr 1992 zurück. Eine erste Machbarkeitsstudie definierte das Ziel des Chemnitzer Modells wie folgt: Ein Verkehrsmittel soll zukünftig im Stadtzentrum von Chemnitz losfahren und an den Bahnhöfen der regionalen Mittelzentren enden – und dazu weitestgehend die Gleisnetze der Chemnitzer Verkehrs-AG und der DB AG nutzen. Die Grundvoraussetzung, eine einheitliche Spurweite von Straßenbahn- und Eisenbahnnetz, ist von ihrer Bedeutung her bereits erwähnt worden. 
 


Die Pilotstrecke zwischen Chemnitz und Stollberg hat den Beweis erfolgreich angetreten

Um die regionalen Entwicklungsperspektiven einer umsteigefreien Verbindung von Stadt und Region zu demonstrieren entschieden sich die Verantwortlichen für das Chemnitzer Modell dafür, zunächst eine Pilotstrecke umzusetzen. Sie sollte die Machbarkeit und Praxistauglichkeit des systemverbindenden Ansatzes unter Beweis stellen.

Man entscheid sich für die Strecke Chemnitz – Stollberg. Sie führt auf den Gleisen der innerstädtischen Straßenbahnlinie 6 vom Hauptbahnhof Chemnitz über die Zentralhaltestelle weiter entlang der Annaberger Str. nach Altchemnitz. In Altchemnitz wurden das Straßenbahn- und das Eisenbahngleis verbunden, so dass die Bahn auf dem Eisenbahngleis weiter bis zum Bahnhof Stollberg fahren kann. Nach umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen wurde diese Pilotstrecke am 15. Dezember 2002 in Betrieb genommen. Sie hat zwischenzeitlich ihre Bewährungsprobe mehr als bestanden, denn die auf das fast Sechsfache gestiegenen Fahrgastzahlen (5000 bis 6000 Fahrgäste pro Werktag) im Vergleich zum Vorlaufbetrieb sprechen eine deutliche Sprache.

 

 
 

Schritt für Schritt soll das Netz dichter werden

Seitens des Verkehrsverbundes Mittelsachsen als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr wird das Chemnitzer Modell nun auf der Grundlage der guten Ergebnisse des Pilotbetriebes auf der Strecke Chemnitz – Stollberg weiterentwickelt, um perspektivisch weitere regionale, auf die Stadt Chemnitz ausgerichteten Bahnstrecken in das System einzubeziehen. Zur Finanzierung der Investitionen sind sowohl bei den zuständigen Ministerien des Freistaates Sachsen als auch beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Fördermittel beantragt.

Die schrittweise Erweiterung des Netzes ist in mehreren Baustufen vorgesehen. Nach Fertigstellung der Einfahrt und Verbindung von Straßenbahngleis/Eisenbahngleis im Chemnitzer Hauptbahnhof soll die Durchbindung der Strecken aus Burgstädt und Mittweida erfolgen. Danach ist die Einbindung der Strecke aus Thalheim mit Anschluss des Chemnitzer Campus-Geländes an der Reichenhainer Straße vorgesehen und im Anschluss sollen die aus Richtung Osten nach Chemnitz einfahrenden Linien (Hainichen, Annaberg-Buchholz und Olbernhau) in das Chemnitzer Modell integriert werden. Einen längeren Zeithorizont wird die Anbindung von Limbach-Oberfrohna beanspruchen, da hier nur partiell auf ein vorhandenes Eisenbahngleis zurückgegriffen werden kann. Die Baustufen sind so angelegt, das sie weitestgehend unabhängig voneinander realisiert und betrieben werden können.


 

 
 
 

Blick in die Zukunft

Das Chemnitzer Modell: Stadt und Region umsteigefrei verbinden.

Für eine zukunftsfähige Mobilität steht das Chemnitzer Modell: Stadt und Region umsteigefrei verbinden. Mit dem intelligenten Zusammenspiel der Verkehrsträger im Rahmen des Verkehrsverbundes soll die Verknüpfung des Eisenbahnnetzes mit dem innerstädtischen Straßenbahnnetz über ein regionales Verkehrskonzept zu einem integrierten Verkehrssystem gelingen.

Ein zentrales Element dabei ist der Umbau des Chemnitzer Hauptbahnhofs. Bis 2013 soll die Einfahrt für die Straßenbahnen mit einer Übergangsstelle auf das Eisenbahnnetz geschaffen werden. Parallel dazu sind weitere innerstädtische Strecken geplant. So soll in der Stufe 2 des Chemnitzer Modells der Chemnitzer Hauptbahnhof über das bestehende Straßenbahnnetz in der Straße der Nationen und Bernsdorfer Straße sowie über eine Neubaustrecke in der Reichenhainer Straße mit den Gleisen der Deutschen Bahn AG in Richtung Thalheim verbunden werden. Dazu werden in 2012 detaillierte Planungen erarbeitet.

Für die Realisierung der Verknüpfung des regionalen Eisenbahnnetzes mit dem Straßenbahnnetz in der Stadt Chemnitz sind sogenannte „Zweisystemfahrzeuge“ mit Diesel- und Elektroantrieb (750 Volt Gleichstrom) erforderlich. Auf den Gleisen in der Stadt sind sie als „Straßenbahn“ mit Stromabnehmer unterwegs, auf den Eisenbahngleisen als „Dieseltriebwagen“.

Seit der Inbetriebnahme der Pilotstrecke Chemnitz-Stollberg durch die City-Bahn Chemnitz GmbH im Dezember 2002 sprechen wachsende Fahrgastzahlen für das Projekt. In der Region leben, unkompliziert in die Stadt pendeln und umgekehrt: das sind die Vorteile des Modells. Stadt und Region wachsen enger zusammen. Im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Stadt Chemnitz wird das Chemnitzer Modell eine große Rolle spielen. Gemäß den verschiedenen Ausbaustufen muss der innerstädtische Nahverkehr angepasst und optimiert werden.

Das Chemnitzer Modell ist ein Projekt des Verkehrsverbundes Mittelsachsen in Geschäftsbesorgung mit der Chemnitzer Verkehrs-AG, kofinanziert über Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.



 
 

Fakten

Pilotstrecke Chemnitzer Modell Chemnitz-Stollberg:

  • Fahrgastzuwachs an Schultagen von 600 auf 5.500

Die Ziele des Chemnitzer Modells:

  • Schaffung eines durchgehenden, umsteigefreien Schienenpersonennahverkehrs (SPNV),
  • Verbindung zwischen Oberzentrum und Umland,
  • Betrieb im 30- und 60- Minuten-Takt bei Verknüpfung von Eisenbahn- und Straßenbahnnetz,
  • weitgehende Nutzung vorhandener Strecken von Eisenbahn und Straßenbahn,
  • Ergänzung von Neubauabschnitten zur Netzverbindung und Erschließung.

 
 

Etappen

Das Chemnitzer Modell in Etappen bis 2020 mit 226 Kilometer Eisenbahn- und Straßenbahngleisen

Stufe 1: Einfahrt der Bahnen in den Chemnitzer Hauptbahnhof

Stufe 2: Ausbau Chemnitz-Thalheim

Stufe 3: Ausbau Chemnitz-Niederwiesa

Stufe 4: Norderweiterung Chemnitz-Limbach-Oberfrohna

Stufe 5: Ausbau Stollberg-Oelsnitz




 
 
 
 

Fahrplanauskunft

Ankunft
Abfahrt
 
Datum
Kalenderfunktion
 
Uhrzeit
Uhr
   
 
 
 
Erweiterte Optionen
Für Sehbehinderte
 

Verkehrsinfo

Zug
  • Planmäßiger Linienbetrieb

Chemnitz Bahn

Tram

Bus

Nachtbus

Ersatzverkehr

  • aktuelle Störung
  • angekündigte Meldung

MIT EINEM KLICK




Fahrradmitnahme
 
 
 
Schriftgröße Stufe 1 Schriftgröße Stufe 2 Schriftgröße Stufe 3