Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG)

Carl-von-Ossietzky-Straße 186, 09127 Chemnitz
 
Stand / Druckdatum: 09.12.2016

Straßenbahnbetriebshof Adelsberg (Hauptsitz)

 

 
 
 
 
 
 

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Straßenbahnbetriebshof Adelsberg (Hauptsitz)

Am 24. Juni 1994 fand die Grundsteinlegung für einen modernen Betriebshof statt – ein Jahr später erfolgte im Oktober die Einweihung. Der Straßenbahnbetriebshof Adelsberg wird modernsten Anforderungen gerecht. Architektonisch war der Bau eine Herausforderung – das Grundstück befindet sich auf einer ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzfläche zwischen einem Wohngebiet aus den 1960er Jahren und dem Stadtteil Adelsberg mit eher dörflicher Struktur.

 
 
 
Carl-von-Ossietzky-Str. 186
09127 Chemnitz

 
 



Dienstleistungen für Sie am Standort Adelsberg finden Sie hier.

 
 
  • Sozial- und Verwaltungskomplex
  • Werkstattgebäude mit Haupt- und Betriebswerkstatt
  • Unterflurradsatzprofiliermaschine
  • Waschanlage
  • Straßenbahnabstellhalle
  • Stromversorgung Gleisanlage
 
 
 
 
Hauptwerkstatt Adelsberg Lackiervorbereitung Adelsberg Abstellhalle Adelsberg
 
 
 
 
 

Aktiver Umweltschutz mit Sonnenenergie

Die CVAG trägt auch dazu bei, dass fossile Energiequellen gespart und der Ausstoß von Treibhausgas (CO2) reduziert werden – und das mit sauberer Sonnenenergie. Dafür stellt das Unternehmen ca. 22.400 m² Dachfläche für Photovoltaikanlagen bereit, mit denen Sonnenlicht direkt in Strom umgewandelt wird.

 
 
 
Betriebshof Adelsberg - Photovoltaikanlage
 
 
Werkstattgebäude

Dachfläche: ca. 9.000 m²
Inbetriebnahme: 2008
Leistung: 184 kWp*
Einspeisung in das Niederspannungsnetz

Straßenbahnabstellhalle

Dachfläche: ca. 11.400 m²
Inbetriebnahme: 2009
Leistung: 489 kWp*
Einspeisung in das Mittelspannungsnetz


 
 
 
 
Eine weitere Anlage (ca. 2.000 m²) befindet sich auf dem Dach der Busabstellhalle im Betriebshof Werner-Seelenbinder-Straße.
 
 
 

Gebäude

1. Sozial- und Verwaltungskomplex

Das viergeschossige Gebäude bildet den Personal- und Versorgungskomplex. Im Erdgeschoss sind die Räume für Empfang, Vertrieb, Poststelle und Kantine eingeordnet. In den Obergeschossen befinden sich die Büroräume für die technischen und kaufmännischen Geschäftsbereiche sowie die Unternehmensleitung. Im Zwischentrakt befinden sich Wasch- und Garderobenräume des Werkstattpersonals, die Bekleidungskammer, Büro- und Lagerräume sowie die Zentrale der Versorgungsmedien (Heizung, Elt-Verteiler, Gleichrichter-Unterwerk für Bahnstromversorgung des Betriebshofes).  


2. Werkstattgebäude

Diese bestehen aus drei zusammenhängenden Hallenschiffen mit beidseitigen Anbauten. Das nördliche Hallenschiff beherbergt die Betriebswerkstatt einschließlich Waschhalle. Die Hauptwerkstatt, Montagebereich und Teilewerkstätten befinden sich im mittleren Hallenschiff. In der südlichen Halle sind weitere Teilewerkstätten und das Lager eingeordnet. Im Obergeschoss befinden sich Meisterbüros. Der Anbau Nord dient Gleisbau- und Fahrleitungswerkstätten, Lager und Haustechnik, während der Anbau Süd der Spritzlackiererei vorbehalten ist. Zwei Hauptverkehrsachsen erschließen den Werkstattkomplex in Quer- und Längsrichtung.

  • Hauptwerkstatt
In der Hauptwerkstatt werden die Arbeitsbereiche Hauptuntersuchung, Fahrgestellbau und Wagenkastenhochnahme ausgeführt.

Die Hauptuntersuchung an den Wagenkästen vollzieht sich auf den Gleisen 6 (Demontage der Ausrüstung aus dem Wagenkasten), 3 (Karosseriewerkstatt für Reparatur- und Richtarbeiten) und 7 (Wiedereinbau der Ausrüstung in den Wagenkasten). Jedes der Gleise besitzt zwei Fahrzeugstände für Vierachsfahrzeuge (bzw. einen für Gelenkzüge), auf denen sich jeweils ein Arbeitstakt mit definiertem Leistungsumfang vollzieht.

Die Gleise 4 und 5 (Hochnahme) sind der Aus- und Einbindung der Fahrgestelle und dem Tausch gegen Hilfsfahrwerke vorbehalten. Die Fahrgestelle werden als eigene Baugruppen getrennt weiterbehandelt. Außerdem werden hier Großinstandsetzungen, Baugruppentausch, Modulwechsel und sonstige außerhalb von Hauptuntersuchungen liegende Demontage- und Montageleistungen ausgeführt.

Elektromechanische Werkstatt, Elektronikwerkstatt, Beschlägeschlosserei, Tischlerei, Laminierwerkstatt, Sandstrahlerei und Blechbearbeitungswerkstatt sowie Sattlerei sind Teilwerkstätten, die wegegünstig zu den Montage-/ Demontagegleisen gelegen sind. Ihre Ausstattung erfolgte mit den dem Bearbeitungszweck entsprechenden Werkzeugmaschinen, Hebezeugen und Vorrichtungen.

Im Anbau südlich der Teilwerkstätten befindet sich die Spritzlackiererei für Schienenfahrzeuge und Omnibusse. Die beiden getrennten Arbeitsstände dienen der Lackiervorbereitung bzw. dem Spritzen und Trocknen (Gleise 1 und 2). Rolltore schließen die Stände ab. Für den Lackierprozess sind die Farbnebelabsaugung und Luftfilterung von großer Bedeutung und daher mit hohem technischem Aufwand verbunden. Die besonderen heizungs- und lüftungstechnischen Ausrüstungen befinden sich im Installationsgeschoss über der Spritzlackiererei.

  • Betriebswerkstatt
Das Fahrfertigmachen umfasst die Fahrzeugaußenreinigung sowie die Kontrolle/Ergänzung der Betriebsmittelvorräte (Sand, Spurkranz-Schmiermittel, Scheibenwaschmittel) mit gleichzeitiger Innenreinigung sowie Sichtprüfung. Diese Schritte vollziehen sich nacheinander auf Gleis 11. Für jeden Takt ist der Standplatz für eine Zugeinheit bemessen. Die maschinelle Außenwäsche beansprucht 12 bis 20 Minuten je Zug in Abhängigkeit von dessen Länge.

Die wichtigsten technischen Anlagen sind:

    - die programmgesteuerte Bürstenwaschmaschine und
    - die Sandbeschickungsanlage.

Bei der programmgesteuerten Bürstenwaschmaschine werden die Front-, Seiten- und Heckflächen mit zwei selbstfahrenden Waschwagen gereinigt. Die Verstellbarkeit der Bürstenpaare erlaubt die Anpassung an die jeweilige Fahrzeugkontur. Zwei Kaltluftgebläse beseitigen Tropfwasser nach dem Waschvorgang. Das Waschwasser wird im geschlossenen Kreislauf zu 80% wieder aufbereitet. Der Rest wird aus einem Brauchwasserbrunnen zugepumpt.


3. Unterflurradsatzprofiliermaschine

Die normgerechte Bearbeitung der Radreifenprofile ist für die Wahrung der Verkehrssicherheit von ausschlaggebender Bedeutung. Die Wahl der Verfahrensweise beeinflusst die Wahrscheinlichkeit des Instandhaltungsprozesses. Erstmals wird bei der Chemnitzer Straßenbahn die Unterflurbearbeitung der Radsätze, d. h. am Fahrzeug, ohne deren Ausbau vorgenommen. Dabei kommt das Profilfräsen an Nahverkehrsfahrzeugen europaweit als Neuheit zum Tragen. Dieses Verfahren verspricht im Vergleich zum Profildrehen höhere Produktivität. Eine geringe Bearbeitungszeit sowie verbesserter Arbeitsschutz auf Grund kurzer Späne und geringere Entsorgungsprobleme sind die Folge. Die CNC-gesteuerte Maschine reprofiliert automatisch stets beide Räder eines Radsatzes gleichzeitig, nachdem sie über ihren Rechner die notwendigen Bearbeitungsdaten ermittelt hat.


4. Straßenbahnabstellhalle

Die Abstellhalle ist eine Skelettkonstruktion in Betonfertigteil-Montagebauweise mit beschichteten Blechpaneelen als äußere Hülle. Das Dach, als Trapezblechtragschale konstruiert, ist begrünt. Im Jahr 2009 wurde hier die zweite Photovoltaikanlage bei der Chemnitzer Verkehrs-AG auf einer Dachfläche von ca. 11.400 m2 installiert. Verglaste Lichtbänder (Oberlichte) sorgen für eine natürliche Beleuchtung der Halle. Weichenstraßen wurden im Halleninneren verlegt, um dadurch Schnee und Eis fernzuhalten sowie Lärm zu mindern. An der Ein- und der Ausfahrt befindet sich nur je ein Wendefalttor. In der knapp 300 Meter langen Fahrzeughalle gibt es 10 parallele Gleise, auf denen je bis zu

    - 4 Tatra-Drei-Wagenzüge oder
    - 6 Tatra-Zwei-Wagenzüge oder
    - 6 sechsachsige Niederflur-Gelenkzüge oder
    - 4 achtachsige Niederflur-Gelenkzüge

Platz finden.
 
 
 
   

Der Betriebshof Adelsberg im Überblick
(Stand: 10/1995)

Bebaute Fläche 85.600 m²
   - davon Grundrissfläche der Hochbauten 25.025 m²
          Abstellhalle 11.522 m²
          Werkstattkomplex 10.908 m²
          Personal- und Versorgungsgelände 1.429 m²
          Zwischenbau 1.166 m²
   - davon Grünflächen im umfriedeten Gelände 33.070 m²
   - davon Verkehrsflächen (befestigt / einschließlich Zufahrt) 12.265 m²
   
Umbauter Raum 210.000 m³
   - davon Abstellhalle 91.270 m³
   - davon Werkstattkomplex 97.130 m³
   - davon Personal- und Versorgungsgebäude mit Zwischenbau 21.600 m³
   
Notwendige Erdmassenbewegung 114.746 m³
   - davon Abtrag 57.303 m³
   - davon Auftrag 57.443 m³
   
Länge der verlegten Gleise 11.379 m
   - davon Zufahrtsstrecke 518 m
   - davon Hallengleise 3.845 m
   - davon im Freien befindliche Gleise 7.016 m
   
Medienbedarf  
   - davon Anschlusswert (Elt) 4,0 MW
          Fahrstrom 3,0 MW
   - davon Heizleistung (Erdgas) 3,2 MW
          Gebäudeheizung 2,0 MW
   - davon Trinkwasser 30 m³ / h
   - davon Brauchwasser 10 m³ / h
   
Werkstattkomplex  
   - davon Haupthallen (je Halle) 120 x 25 x 8,1
bzw. 9,9  m³
   - davon Anbau Nord 109 x 6,6 x 5,7  m³
   - davon Anbau Süd 49 x 15,2 x 10,5  m³
   
Sonstige  
   - begrünte Ausgleichsfläche außerhalb des Objektes 17.580 m²
   - nutzbare Länge der Abstellgleise 10 x 202 m = 2.020 m
   - Anzahl der Weichen 49
          davon fernbetätigt 17
   - Anzahl der Signale 39
   - Länge der verlegten Fahrleitung 5.970 m
   - Anzahl der Masten 110
   - Abstellhalle 288 x 43 x 7,2  m³
 
 
 
 

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