Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG)

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Stand / Druckdatum: 06.08.2020

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Pressemitteilung
09.11.2017

Ein Vierteljahrhundert auf Chemnitzer Straßen unterwegs

25 Jahre Einsatzjubiläum des ersten Mercedes-Benz Niederfluromnibus Nr. 53 der CVAG

Im Dezember 2017 begeht der Standardbus mit der Betriebsnummer 53 als dienstältester Chemnitzer Niederflurbus sein fünfundzwanzigjähriges Einsatzjubiläum. Am 14. Dezember 1992 stellte die Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG) den Bus vom Typ Mercedes-Benz O 405 N als Teil einer zehn Fahrzeuge umfassenden Lieferung in Dienst. In den Jahren 1992 bis 1994 wurden insgesamt 78 Busse dieses Typs beschafft und prägten als meistgekaufter Fahrzeugtyp für viele Jahre das Chemnitzer Stadtbild. Während der Bus in den ersten vierzehn Jahren seines Lebens die klassische CVAG-Lackierung lichtgrau mit gelb-blauem Streifen trug, war das Fahrzeug nach einer Karosserieüberholung ab Oktober 2006 mit einer Eigenwerbung für die „CVAG-Jahreskarte“ unterwegs. Ab 2008 war das Fahrzeug in einer komplett weißen Lackierung im Einsatz. Nach einer weiteren Grundinstandsetzung im Frühjahr 2014 präsentiert sich der Bus wieder in der Ursprungsfarbgebung, wobei der typische gelb-blaue Streifen den Stadtfarben von Chemnitz entstammen. Zum Jahresende 2015 wechselte der Bus zur CVAG-Tochtergesellschaft Euro Traffic Partner GmbH und hat bislang knapp 1,3 Millionen Kilometer auf den Chemnitzer Straßen zurückgelegt. Er soll nun als typischer Chemnitzer Stadtbus der 1990er Jahre für die Nachwelt erhalten bleiben und wurde am 9. November 2017 an das Straßenbahnmuseum Chemnitz übergeben. 

Rückblick auf den Einsatz der Niederflurbusse bei der CVAG

Nach den poltischen und gesellschaftlichen Umbrüchen in den Jahren 1989/1990 in den östlichen fünf Bundesländern setzte die neu gegründete CVAG als offizieller Rechtsnachfolger des VEB Nahverkehr Karl-Marx-Stadt bei den Neubeschaffungen von Linienbussen von Beginn an konsequent auf die damals erst neu auf dem Markt befindliche Niederflurbauweise. Das Spektrum der eingesetzten Fahrzeuge reichte dabei vom Niederflur-Kleinbus Mercedes-Benz O 100 City für dreizehn Fahrgäste bis zum vierachsigen Niederflur-Doppelstockbus Neoplan Megashuttle N 4032/4 mit einer Fahrgastkapazität von 180 Personen. Letzterer stellte bundesweit nahezu eine Ausnahme im ÖPNV dar. Insgesamt beschaffte die CVAG seit 1991 237 (+13 im Jahr 2017) Niederflurbusse der Marken Mercedes-Benz (156 +13 im Jahr 2017), MAN (58), Neoplan (20) und Volvo (3). Im Einsatz waren auch zahlreiche Testfahrzeuge verschiedener anderer Hersteller, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten.

Die Flotte von damals 226 Ikarus-Omnibussen (Stand 1989) wurde bis 1999 schrittweise durch Niederflurbusse in verschiedenen Größen (Gelenkbusse und Standardbusse) ersetzt und die Fuhrparkgröße dem neuen Bedarf angepasst. Einer der letzten Ikarus-Busse, ein Gelenkbus Ikarus 280.02 aus der letzten Lieferung des ungarischen Herstellers im Jahr 1990 an den damaligen VEB Nahverkehr Karl-Marx-Stadt, beendete Anfang September 1999 seinen Liniendienst und blieb als historischer Bus bis heute erhalten. Die Niederflurbauweise, wie auch sonstige Fahrzeugtechnik, erfuhr seit deren Einführung viele Weiterentwicklungen. Den augenscheinlichsten Fortschritt zeigt die schrittweise Reduzierung der Podeste im Innenraum und damit Entfall von Stolperkanten. Während in den im Jahr 1991 gelieferten Niederflurbussen noch sämtliche Sitzplätze auf Podesten angeordnet waren, wiesen die im Herbst 1992 beschafften Niederflurbusse im vorderen Fahrzeugteil schon ebenerdig erreichbare Sitzplätze auf. Im Jahr 1998 hielten erstmals Gelenkbusse Einzug, deren Einstieg im Nachläufer ohne die bislang übliche Stufe ausgeführt war.

Die Reduzierung der Innen- und Außengeräusche sowie der Abgasemissionen durch verbesserte Motorentechnologie und Geräuschdämmung stellten weitere wesentliche Entwicklungsschritte dar. Aber auch die Fahrgastinformation wurde mit der Ausstattung mit Haltestellen-Innenanzeigen und gut lesbaren LED-Fahrzielanzeigen merklich verbessert. Auch die Arbeitsbedingungen für das Fahrpersonal haben sich mit der Weiterentwicklung der Fahrerarbeitsplätze immer weiter verbessert. Bedeutsam dabei war die Umstellung auf eine neue durch den VDV genormte Instrumententafel in Kombination mit einem kleineren Lenkrad. Damit sollten vor allem die Sitzhaltung und die Erreichbarkeit wichtiger Bedienelemente, wie beispielsweise die Türentaster für das Fahrpersonal verbessert werden und modernen arbeitsergonomischen Ansprüchen genügen. Die CVAG hat dabei auch stets die neu verfügbaren Entwicklungen bei den Fahrzeugbeschaffungen berücksichtigt.

Dies betraf beispielsweise folgende Entwicklungen:
  • Einführung der vandalismushemmenden Rundsitzecke im Heckbereich (ab 1994)
  • teilweise Einführung Erdgasantrieb (ab 1997)
  • stufenloser Einstieg im Nachläufer in den Gelenkbussen (ab 1998)
  • Ausstattung mit Klapprampe für Rollstühle (ab 1999)
  • Ausstattung mit einer Vollklimatisierung für den Fahrgastraum (ab 1999)
  • Wiedereinführung viertüriger Gelenkbusse (ab 2008) und dreitüriger Standardbusse (2013)

Präsentierten sich die CVAG-Linienbusse zwischen 1991 und 1998 in der klassischen CVAG-Lackierung in den Chemnitzer Stadtfarben, wurde ab 1999 eine neue Lackierung in hellblauer Grundfarbe mit gelben und dunkelblauen Absetzstreifen verwendet. Im Jahre 2001 hielt die zunächst von Mercedes-Benz für einen CVAG-Vorführbus im Jahre 1999 entworfene Lackierung im horizontalen Farbverlauf blau/gelb als jetzige CVAG-Hauslackierung Einzug, in der sich heute die gesamte Linienbusflotte der CVAG zeigt.
 
 
 
 
 

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Frau Juliane Kirste (V.i.S.d.P.)
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